成都德语培训学校:l
成都德语培训学校:läuft alles perfekt
L euft Alles Perfekt 一切都美好
——Annett louisan
Dieser Tag schlaegt noch gar keine Wogen 这一天波澜不惊Doch irgendwie kennt sie ihn schon 她已经很熟悉他
Es laeuft so eine Art Wiederholung 这只是一种重复
Und es handelt um die selben Personen 对于这同样的人
Die selben Personen 这同样的人
Und alles war irgendwann neulich所有的一切曾经在任何时候都是新的
Die zweisamen Jahre vergehen 两人在一起的岁月已经逝去Gegossen in eiserne Treue 却浇筑成了不可动摇的忠贞
Es gibt keine Schuld zu gestehen 没有什么罪责要坦白
Und kein Grund zu gehen 也没有什么原因要离开
Bis aufs Blut ineinander verwoben 直至血肉相连
Und bis auf die Knochen vertraut 和深入骨髓的亲密
Zwei Leben wie Feder und Nut Nach Mass aufeinander gebaut 两人琴瑟和谐
Allen Stuermen getrotzt,ein paar Wuensche erfuellt抵抗一切艰难险阻,完成了一些心愿
Die Leidenschaft gut in den Alltag gehuellt 生活中充满着激情Jeder Blick sieht gekonnt ueber Fehler hinweg 每一次目光的交
Laeuft alles perfekt nur die Liebe ist weg 一切都美好只有爱情不见了
Dieser Tag begann wie so viele 像很多人一样都是这么开始这一天的
Es stand keine Frage im Raum 家里一切都好
Ein Kuss und dann geht er zur Arbeit 一个吻后他就去上班了Die Lippen berühren sich kaum 但几乎不触碰嘴唇
Berühren sich kaum 几乎不触碰
Die Koffer stehen hinten Garten行李箱放在花园后
Sie schleicht durch den Keller hinaus 她从地下室溜走
Und vorn an der Tuer klebt ein Zettel 事先在门上贴一张便条Da steht nur: "ich musste hier raus,Ich musste hier raus" 上面写着:“我不得不离开这里,离开这里。
”
Bis aufs Blut ineinander verwoben 直至血肉相连
Und bis auf die Knochen vertraut 和深入骨髓的亲密
Zwei Leben wie Feder und Nut Nach Mass aufeinander gebaut 两人琴瑟和谐
Allen Stuermen getrotzt,ein paar Wuensche erfuellt抵抗一切艰难险阻,完成了一些心愿
Die Leidenschaft gut in den Alltag gehuellt 生活中充满着激情Jeder Blick sieht gekonnt ueber Fehler hinweg 每一次目光的交
Laeuft alles perfekt nur die Liebe ist weg 一切都美好只有爱情不见了
PS:此文章由成都德语培训学校-法亚小语种刘老师收集整理。
成都德语培训班:德文短篇:Direkt durchs Herz
成都德语培训班:德文短篇:Direkt durchs HerzAls Karl zum Fenster hinaus schaute, konnte er nicht ahnen, in welcher Weise sich ihre Wege kreuzen würden. Sein Blick ruhte auf dem Alten Turm aus dem frühen 14. Jahrhundert. In der späten Nachmittagssonne strahlte das denkmalgeschützte Bauwerk eine besondere Ruhe aus.Zur gleichen Zeit saß Sheryll im ICE von Köln nach Frankfurt. Seit der Fertigstellung der neuen Schnelltrasse beträgt die Fahrtzeit nur noch 77 Minuten. Aber sie achtete nicht auf die Geschwindigkeit. Ihre Gedanken kreisten um die Fertigstellung des Projekts. Auch sie konnte nicht ahnen, in welcher Weise sich ihre Wege kreuzen würden.Karl löste seinen Blick vom Fenster und schaute auf die Uhr. Es war nun viertel vor fünf. Er konnte sich nicht erklären, wo sein bester Freund blieb. Steve sollte eigentlich um halb fünf eintreffen, sie wollten gemeinsam eine Runde Squash spielen gehen. Seit Sein Freund mit Susanne zusammen war, hatte er Karl schon häufiger versetzt. Susanne war zwar nett, aber sehr eifersüchtig. Doch nie hatte er vergessen ganz abzusagen. Willkommen auf einem neuen Level, dachte Karl. Er hatte den Gedanken noch nicht zu Endegebracht, da wurde er jäh vom Klingeln seines Handys in die Realität zurückgeholt. "Hey Karl, du wirst es nicht glauben, meine Karre ist verreckt, du musst mich vom Bahnhof abholen. Hast du Tanja zurückgerufen? Ich meine, klar hat sie Mist gebaut, aber mit ihr reden könntest du doch noch mal. Und dann frag sie doch gleich, ob sie vielleicht noch meine Phil Collins CD hat. Aber das können wir auch noch später besprechen. Also du holst mich ab? Bin dann so gegen fünf am Bahnhof. Tschüß, bis nachher." Ich hab mir doch gleich gedacht, dass etwas schief geht. Nicht meine Woche dachte Karl. Er schulterte seine Sporttasche und brauste los.Der Frankfurter Bahnhof war überfüllt. Es dauerte einige Zeit, bis er aus dem Pulk von Menschen seinen Kumpel erblickte. Steve war sehr groß und stämmig, eigentlich nicht leicht zu übersehen. Er prustete: "Oh Mann, gut dass ich dich gefunden habe, es ist verrückt! Soeben ist ein ICE aus Köln eingetroffen und es bildete sich deshalb eine riesige Menschentraube" Die letzten Worte von Steve nahm Karl gar nicht mehr wahr, denn sein Augenmerk richtete sich nun auf eine zierliche, elegante junge Dame, die noch vor dem Zug aus Köln stand. Sie versuchte das Gewicht ihres Gepäcks gleichmäßig zu verteilen, was ihr augenscheinlich nicht recht zugelingen schien, dafür aber sehr amüsant anzusehen war. Karl nahm die Gelegenheit beim Schopfe.Sheryll, völlig überladen, fragte sich, ob sie es angesichts ihres Gepäcks wohl noch rechtzeitig zu der entscheidendenPräsentation schaffen würde. Oh nein, und nun schaut auch noch dieser gut aussehende Typ herüber. Es wurde noch besser, der gut aussehende "Typ" kam auch noch geradewegs in ihre Richtung. "Kann ich Ihnen behilflich sein?" "Nein danke! Äh … doch, sagen Sie mir, wie ich am schnellsten zum Brauerhotel komme, ich bin sowieso schon viel zu spät." Sie strich sich kühl und bestimmend eine Strähne aus der Stirn, doc h innerlich fühlte sie sich nicht bestimmend sondern ärgerte sie sich über Ihre Kühle. Bravo Sheryll, musst du jeden vor den Kopf stoßen, der dir gefährlich werden könnte? schalt sie sich selbst. Sie versuchte mit aller Kraft, ihre Wärme und Liebenswürdigkeit zum Ausdruck zu bringen, um vielleicht wenigstens dieses eine Mal noch etwas zu retten. Sie lächelte. Schon mal ein Anfang! Weiter so, dachte sie, doch es war zu spät. Die Körpersprache von ihr, die erwünschte Distanz signalisierte, wurde akzeptiert und umgesetzt "Ich verstehe, das Brauerhotel liegt etwas außerhalb. Ich würde an ihrer Stelle ein Taxi nehmen - bei dem Gepäck." druckste Karl herum mit sich selbst kämpfend. "Sehr schön können wir dann los? Wir haben den Platznicht auf unbestimmte Zeit gemietet." mischte sich Steve ein, der sich die ganze Zeit zurückgenommen hatte. Es folgte eine knappe aber irgendwie magische Verabschiedung und Sheryll und Karl schauten wehmütig und verwirrt der soeben verpassten Chance hinterher."Ich Idiot!" Karl ließ s einen Kopf immer wieder unsanft gegen das Gerüst der Umkleidekabine fallen und erzeugte dadurch einen dumpfen einschläfernden Ton. "Jeder normale Mann hätte doch darauf bestanden, ihr Gepäck tragen zu dürfen, und alles nur wegen Tanja. Wieso ist es nur so schwierig wieder neu in die Aufrichtigkeit eines Menschen zu vertrauen? Das kann doch alles nicht wahr sein. Wenn ich doch wenigstens ihren Namen hätte, oder noch besser ihre Handynummer. Ich fahr noch mal zum Bahnhof oder besser zu dem Hotel." "Halt mal die Luft an. Erstens ist es klar, dass du noch Zeit brauchst wegen Tanja; zweitens kennst du diese Frau doch gar nicht, egal wie gut sie aussieht; drittens ist es absoluter Quatsch, dass jeder normale Mann drauf bestanden hätte, ihr das Gepäck zu tragen; un d viertens, wenn du dich nicht augenblicklich in Bewegung setzt, wirst du ab heute viel Zeit haben über solche Dinge zu grübeln." Karl gab nach und versuchte sich abzulenken. Nach einer Stunde etwa unterbrach er das Spiel:" Ich muss sie wiedersehen, hast du ihre Augen gesehen?""Sie … hatte …. doch …..ne Sonnenbrille auf oder nicht?" Jappste und keuchte Steve den brennenden, salzigen Schweiß aus den Augen reibend. "Ja doch, eine Sonnenbrille, es ist verrückt, doch als sie sie für ein paar Sekunden abnahm, ging für mich zum ersten Mal die Sonne auf. Wie ein Blitz, der direkt durchs Herz schießt.""Du hast Recht,... das ist verrückt. Du solltest…" Und mit diesen Worten sackte Steve, der eben noch seine Arme auf seine Oberschenkel gestützt hatte, zu Boden. Sein Kreislauf war zusammengebrochen. Der Krankenwagen fuhr mit Steve und Karl zum Marienkrankenhaus.Zur selben Zeit feierte Sheryll, von allem nichts ahnend, ihre erfolgreiche Präsentation mit ihrem Geschäftspartner. Ihre Gedanken waren aber nicht präsent, sondern durchlebten unbarmherzig immer wieder die Szene auf dem Bahnhof wie in einem Hollywoodstreifen, und jedes Mal zuckte sie wegen dem wie und was sie zu dem sympathischen Unbekannten gesagt hatte zusammen. Wieso habe ich soviel Angst verletzt zu werden? Was macht mich so unsicher? Sie kam auch dieses mal nicht drauf. "Wie wäre es zur Feier der Präsentation mit einem Glas Champagner, Sheryll?"lächelte Peter, Ihr Geschäftspartner. Seit er Sheryll das erstemal erblickt hatte, versuchte Peter, ihr Herz zu erobern,es war ihm nie gelungen. "Entschuldige mich einen Augenblick, ich komme gleich wieder, muss mich nur mal frisch machen." Sie erhoffte, dadurch den Kopf klar zu bekommen. Sie stand auf, wendete sich auf dem Absatz um, verwickelte sich dabei in eine am Boden stehende Tasche kam ins Wanken, kam zu Fall, stieß dabei mit dem Kopf gegen eine Stuhllehne und sank bewusstlos zu Boden. Doch bereits auf der Fahrt ins Marienkrankenhaus kam sie wieder zu Bewusstsein.Steve wurde gerade noch untersucht, währ end Karl, wie ein aufgescheutes Huhn im Gang auf und ab lief. Seine Gedanken kreisten. Wieso hatte er nichts unternommen auf dem Bahnhof und was war mit Steve? Steckte mehr hinter dem Zusammenbruch? Er war so ins Grübeln versunken, dass er zunächst nicht b emerkte, dass die Schiebetür aufging und eine ihm bekannte, elegante junge Dame niedergeschlagen den Gang entlang schlurfte. Sie hielt sich einen Kühlakku auf die schmerzende Stelle am Kopf. Und dann trafen sich ihre Blicke. Fasziniert und fassungslos standen sie nun leibhaftig wieder voreinander. Überglücklich strahlten sie sich an. Karl konnte nicht anders er musste sie einfach in den Arm nehmen, und da wusste er, dass sie die Richtige war. "Und wie geht es nun weiter?" fragte Sheryll. Die Antwort gab ein Kuss, der Anfang einer glücklichen und liebevollen Beziehung. Denn wenn maneine Person kennen lernt und der einzige Gedanke der ist, dass man es nicht erträgt, nicht in der Nähe des anderen zu sein, dann bekommt man einen Energiestoß, der direkt durchs H erz geht. PS:此文章由成都德语培训班_法亚小语种张老师收集整理。
成都德语培训学校:交通对话
成都德语培训学校:交通对话A: Sind wir bereits auf der Autobahn nach Hamburg ?我们已经上了往汉堡的高速公路吗 ?B: Ja. Das Stra ennetz in Deutschland ist besonders eng und die wichtigsten Fernstra en sind natürlich die Autobahnen.是的,德国的公路网非常密集,而最重要的远程公路当然就是高速公路了。
A: Wenn wir auf der Autobahn fahren, dann k nnten wir in 4 Stunden in Hamburg sein, stimmt’s ?如果我们走高速公路的话,那我们过四个小时就可以到达汉堡了,对吗 ?B: Ja, im Prinzip schon. Aber heute ist Freitag. Am Wochenende sind viele Stra en verstopft.对,原则上说是这样,不过在周末,许多道路都是堵塞的。
A: Die Geschwindigkeit ist hier bei euch nicht beschr nkt, oder ?在你们这里,行车速度是不受限制的,是吗 ?B: Leider nein. Ich finde es aber nicht gut. Eigentlich sollte bei uns auch Tempolimiteingeführt werden, wie in anderen L ndern. Vor allem weil die Leute von heute zu hektisch sind und die Unf lle jedes Jahr zunehmen.很可惜,的确不受限制,其实我们这里也应该象其他的国家一样实行最高限速,尤其是现在的人们都太过着急鲁莽,每年事故都在递增。
成都德语培训班:口语恭喜
成都德语培训班:口语恭喜Glückwünsche!Glückwünsche!Herzliche Glückwünsche!Alles Gute zum Geburtstag!Glückwünsche zu Deinem Geburtstag!Alles Gute zu Deinem Geburtstag!Alles Gute zum Namenstag!Glückwünsche!Glück und Erfolg!Gute Besserung!Glückwünsche! Gut gema cht!恭喜! / 恭喜! / gōng xǐ!恭喜! / 恭喜! / gōng xǐ!诚挚地祝贺! / 誠摯地祝賀! / chãng zhì dì zhù hâ!生日快乐! / 生日快樂! / shēng rì kuài lâ!恭祝你生日快乐! / 恭祝你生日快樂! / gōng zhù nǐ shēng rì kuài lâ!祝你生日快乐! / 祝你生日快樂! / zhù nǐ shēng rì kuài lâ!命名日! / 命名日! / mìng míng rì!可喜可贺! / 可喜可賀! / kě xǐ kěhâ!祝你前程似锦!一帆风顺! / 祝你前程似錦!一帆風順! / zhù nǐqiánchãng sì jǐn!yī fān fēng shùn!早日康复! / 早日康復! / zǎo rì kāng fù!做得好! / 做得好! / zuî de hǎo!Glückwünsche!Glückwünsche!Herzliche Glückwünsche!Alles Gute zum Geburtstag!Glückwünsche zu D einem Geburtstag!Alles Gute zu Deinem Geburtstag!Alles Gute zum Namenstag!Glückwünsche!Glück und Erfolg!Gute Besserung!Glückwünsche! Gut gemacht!PS:此文章由成都德语培训班-法亚小语种陈老师收集整理。
成都德语培训学校:德文短篇:Metamorphosen
成都德语培训学校:德文短篇:MetamorphosenEine Freundin aus der Schulzeit hatte es mir erzählt oder besser: enthüllt, zwischen dem Selbstmordversuch ihres Schwiegervaters im Altersheim im Juni und dem Roggenanteil ihres Käsebrotes; ich hätte es sonst nicht gewusst, u nd wahrscheinlich wäre ich nie wieder in das, was sich gemeinhin sein Leben nannte, gegangen. Das war noch nie ein guter Ort gewesen, an gute Orte zog es mich nicht hin, und der Weg in gute Orte war viel zu gut beleuchtet. Robert, der autarke Stadtstaat oder ein schlecht beleuchtetes Ortsschild in einem beschlagenen Rückspiegel, bei ihm hatte ich den Genitiv nach "wegen" gelernt und wie man sich das Leben künstlich schwer machen kann. Am deutlichsten erinnerte ich mich daran, dass er bei schlechtem Wetter keine Kontoauszüge holte, manchmal wochenlang nicht, weil er steif und fest behauptete, bei Regen sei "immer weniger auf dem Konto als man denkt" und auf mein Kopfschütteln mit seinem Standardsatz reagierte, ich solle aus meinem Denken endlich die Gedankenstriche streichen. Ich nahm mir dann gnadenlos meine Interpunktion vor und strich alles, bis auf einen Punkt. Den Schlusspunkt."Warum?", fragte die Frau am Kiosk, als die ersten Narzissen blühten. "Er sah so sympathisch aus.""Wegen DES schlechten Wetters.""Warum?", fragte meine Schwester. "Er war doch Anwalt in Gr ünwald.""Wegen DES schlechten Wetters.""Warum?", fragte mein Vater. "Sein Vater ist mit mir nach Ostpreußen eingerückt.""Wegen DES schlechten Wetters."Aber auch in der vorwurfsreichen Nachbetrachtung mochte ich ihn noch leiden, bedenklicherweise, er war immer konsequent gewesen, nicht nur bei der Verwendung des Genitivs und bei der Einteilung in von Wetter begünstigte und unbegünstigte Kontoauszugstage, nein, grundsätzlich. Er wusste se hr genau, was er wollte und was nicht, was er heute tun würde und was nicht, er brauchte keinen fremden Applaus und war mit Logik nicht zuverstehen. Und er hatte die besondere Gabe, mich innerhalb von Sekunden todunglücklich zu machen. Das konnten nicht viele.Neun Jahre später war ich zu früh dran.Die wenigen, die den Weg an diesem kalten Dezembertag in die schneeüberzuckerte Michaelskapelle im niederbayerischen Ort O. gefunden hatten, hüllten sich in ihre ausgewaschenen pastelligen Anoraks und lang geübtes Schweigen, starrten so wissend auf das so kontrastreich-farbenfrohe Jüngste Gericht unter der Kuppel, als wären sie gerade von dort mit Bewährung und ein paar Stunden Schneeschippen vor dem Leichenhaus entlassen worden, und ließen in ihrer Jackentasc he aggressiv das verspätete Adveniatopfer klimpern. Vielleicht hatte vorher etwas Falsches auf dem Tisch gestanden, die falsche Butter, das falsche Brot, gereicht von der falschen Frau, oder das Knie, das echte, schmerzte, oder ihr Fußballverein, der FC St urm O., hatte es mal wieder vergeigt, so was hatte ja meistens ganz banale Ursachen. Es waren fast nur Männer, die ich sah, ihre Frauen gingen wahrscheinlich am Sonntag mit den Kindern in die Kirche, oder sie hatten, gerade oder lebenslang, freiwillig, unfreiwillig oder nach einer verlorenen Wette mit dem Nachbarn,keine Frau. Die letzte, etwas abgesetzte Reihe, quasi der Kirchenstammtisch, füllte sich zusehends, zwei ältere Frauen klagten laut über ihr Rheuma in den Fingern, man vermisste die Rosi, die einen Schlaganfall erlitten hatte und noch auf Reha war. Die Stimmen trugen weit. Laudaten machten die Runde, jemand würde also singen, oder zumindest so tun als ob, oder man brauchte Sichtschutz vor dem Pfarrer. Ich saß auch in einer der hinteren Reihen und gab mich meinem Unglaubenscrescendo und der Vorfreude hin, das musste ich zugeben. Ich freute mich, obwohl ich genau wusste, wie es mir hinterher gehen würde. Der lange, rotbärtige Mesner, der neben einer an der Wand angelehnten Bratsche nahezu magersüchtig wirkte und dessen weißer Umhang bestimmt drei Handbreit zu kurz über den Fliesen schwebte, bedachte mich von der geschmückten Kanzel aus mit einem minutenlangen skeptischen Blick (eine Neue, wer ist das, was macht sie beruflich, wie viel kann sie spenden, könnte sie die Sakristeitür aufbrechen, etc.).Es war einer dieser sonderbar betäubenden Tage nach den kirchenfüllenden Weihnachtsfeiertagen, es war die Stimmung einer Kneipe kurz vor dem Schließen mit ein paar suizidgefährdeten, einsamen Säufern, die C ocktailkirschen für Erdkugeln halten.Irgendwo fiel eine Laudate auf den Marmor - "Das ist ein Zeichen", wisperte eine Frau hektisch und deutete Richtung Kuppel.Allein die Fahrt nach O. war schlichtweg bedrückend gewesen, es ging über Dörfer über Dörferüber Dörfer, die alle öd, transsilvanisch und verlassen wirkten und außer ihrem Namen kaum zu unterscheiden waren. In einem Dorfgasthof hatte ich schnell eine Leberknödelsuppe hinuntergeschlungen, mir schräg gegenüber war nur ein Schachspieler gesessen, der auf Gesellschaft bzw. einen Gegenspieler wartete. Ich spielte kauend ein paar Züge, nur damit ich nicht so angestarrt wurde. Kurz vor O. war schließlich mein rechter Vorderreifen geplatzt, ich musste ihn bei dichtem Schneegestöber wechseln und fluchte w ie ein Kutscher. Unter meinen Fingernägeln saß noch schwarze, ölige Schmiere, die nicht wegzubekommen war.Schweigen, Räuspern, schweigendräuspernde Blicke."Das war ein Zeichen", hörte ich wispern. Ich drehte michvorsichtig um, wieder dieser Zeigefinger nach oben.Ich fragte mich, wie er jetzt wohl aussah ... Insgeheim erwartete ich immer drastische Änderungen wie plus/minus 25 Kilo oder ein drittes Ohr. Ob ich seine Stimme wieder erkannte, ich konnte mich an sie nicht erinnern, konnte sie nicht in mir herbeirufen, nicht mal, wenn ich Wegen-Sätze konstruierte. Der Robert, Robert Meigader, Meigader mit e-i. Er hatte am Morgen immer dunkelgraue Flecken auf den Fingern und am Hemdsärmel gehabt von den Wirtschaftsteilen aus drei abonnierten Tageszeitungen, ich weiß noch, dass zu Beginn unserer Beziehung mein Gesicht in der Früh nach seinem Aufbruch in die Kanzlei oft aussah wie kurz mal in den offenen Kamin gefallen. Seine Mutter hatte mir bei den wenigen Besuchen in Bad Kohlgrub Berge von Apfelstrudel vorgesetzt und sogar einen ihrer geliebt-glitschigen Molche nach mir benannt. Wahrscheinlich hatte Robert den dann auf Nachfragen der Mutter bezüglich meiner Person statt einer Antwort verschluckt wie Kevin Kline die Goldfische in "Ein Fisch namens Wanda". Nur damit er weg war, versteht sich, der Molch und mein Name. Sandra und Wanda - das klingt verdammt ähnlich.Ein Zeichen, musste ich grinsen.Ein paar Frauen kamen herein, etwa fünf bis acht Jahre älter als ich und viel zu elegant für eine Samstagabendmesse. Sie kicherten wie Teenager beim Landschulheimaufenthalt, zupften an ihren hinbetonierten Haaren herum und verrenkten sich die Köpfe. Ein feindseliger Blick traf mich von einer blonden Frau mit einem johannisbeerroten Blazer. Ich verstand. Ich war also Konkurrenz, sie hatten sich wegen Robert so aufgeruscht. Ich musste lächeln. Kampf um den Pfarrer. Eine andere stöckelte mit einem Berg Laudaten heran und verteilte sie in der ersten Reihe wie Speisekarten. Wieder wurde ich angestarrt. Ich tat so, als würde ich meinen Schlüssel suchen und wühlte in sämtlichen verf ügbaren Taschen herum, bis auch wirklich jeder Gegenstand geraschelt oder geklimpert hatte. Robert musste also ganz gut hier bei seiner weiblichen Pfarrgemeinde ankommen, vielleicht machte er lebendi ges Bibellesen oder mitternächtliche Beichtabnahmen; ärgerte mich das? Na ja ... egal war etwas anderes.Langsam füllte sich die lauschige Kapelle, vor mir nahmen zum Glück so viele Leute Platz, dass man mich von vorne nicht mehrsehen konnte. Neben mich setzte sich eine Großfamilie im Trachtengewand mit einem schreienden Kind, das erleichterte mich geradezu, wenigstens ein bisschen unverfälschtes Leben hier.Von irgendwoher gongte es, im Zweifelsfall aus der Sakristei, alle standen in militärischer Eile auf und intonierten "Von guten Mächten still und treu geborgen", aus der ersten Reihe kam eine Art Jaulen, ich versuchte einen Blick auf Robert zu erhaschen, sah zufällig zur Seite und fuhr zusammen. Robert schritt in einem grünen Talar von hinten nach vorne durch den breiten Mittelgang in Richtung Altar, flankiert von zwei hobbitgroßen Ministranten, ich sah nur ein Stück vom Profil und seinen Hinterkopf. Ganz dichte dunkelbraune Haare, immer noch. Als er sich am Altar umdrehte, setzte zeitgleich die Orgel und mein Herzschlag aus. Er sah immer noch aus wie George Clooney auf einem Faschingsball. Er lächelte salbungsvoll, wobei er dramatisch beide Arme spitzwinklig in die scheinbar zentnerschwere Kapellenluft schob. Robert war und blieb ein Verteidiger, jetzt verteidigte er den römisch-katholischen Glauben, ein Mandat für die Ewigkeit sozusagen, Massivmöbel f ür die läuterungswillige Seele. "Liebe Gemeinde" - auf dieseWorte setzte sich alles schlagartig hin, ich kam gar nicht so schnell mit, weil ich Roberts Stimme zu analysieren versuchte, vor allem das Wort "Liebe" - "ich darf Sie herzlich" - er dr ückte seine Hand in die linke Brustgegend (was für ein Schauspieler, dachte ich) - "zu diesem Gottesdienst willkommen heißen, zum Festgottesdienst der heiligen Fami lie an diesem Samstag nach den Weihnachtsfeiertagen". Was er im Anschluss daran sagte, bekam ich nicht mit, weil das Kind schrie, es wurde vorne eine rote Nummer eingeblendet, jeder raschelte hektisch in der Laudate herum und schmetterte "Kyrie eleison". Robert sang mit, laut, hell und gut verständlich, man hörte ihm gerne zu, und er meisterte den Kanon mit Bravour, obwohl in der ersten Reihe vokalisch alles drunter und drüber ging. Das Lied war zu Ende, Robert setzte sich, und die blonde Frau mit dem Feuer blazer stakste mit großer Gebärde über die drei Treppen dem Mikrofon einer Art Rednerpult entgegen. Sie zog aus einem unteren Fach des Pultes eine dicke Bibel hervor, schlug sie an einer wohl vorher markierten Stelle auf, drehte den Kopf zu Robert, der nic kte göttlich, und die Wangen der Lady in Red begannen zu glühen (mir fiel schlagartig das Lied "Alle Knospen springen auf, fangen an zu blühen" ein, das wir in der Kommunionsvorbereitungsgruppe oft gesungen hatten). "Lesungaus dem Evangelium nach Lukas: Und seine Eltern gingen alle Jahre nach Jerusalem zum Passahfest. Und als er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf nach dem Brauch des Festes. Und als die Tage vorüber waren und sie wieder nach Hause gingen, blieb der Knabe Jesus in Jerusalem und seine Eltern wussten's nicht" - sie hielt inne und warf einen Blick in die Kirchenrunde wie ein Bundeskanzler im Plenum, der gleich einen Reaktorunfall bekannt geben muss, Robert starrte versunken in eine vor ihm züngelnde rote Kerze. Sie fuhr fort, mein Blick wanderte suchend weiter zum Hochaltar, hinter dem ein kunstvolles Dreieck aus leuchtenden Christbäumen drapiert worden war, die vielen Lichter sahen an den Rändern meiner Kontaktlinsen funkelnden Tigeraugen ähnlich, mit einem roten Punkt in der Mitte. All das kam mir so fremd vor in Verbindung mit dem Mann im grünen Talar. Robert hatte Weihnachten früher gehasst und war regelmäßig nach Seefeld zum Skifahren abgehauen. "Bloß kein Glitzerklimbim." In Seefeld hatte er sogar das zimmereigene Plastikbäumchen auf den Flur geschoben, zum Ärger des Putzpersonals, die mit ihren Wägen nie an den mit leicht zerbrechlichen Kugeln behangenen Zweigen vorbeimanövrieren konnten. Robert hatte sich trotzdem durchgesetzt oder den Baum einfach in den Lift gestellt und auf >ERDGESCHOSS< gedrückt.法亚小语种_成都德语培训学校"Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen. Aus dem Evangelium unseres Herrn Jesus Christus." PS:此文章由成都德语培训学校_法亚小语种张老师收集整理。
成都德语培训班:柏林之旅
成都德语培训班:柏林之旅1.Wo ist das Fremdenverkehrsamt?旅游局在哪儿?2.Ich m chte einen Stadtplan von Berlin.我想要个柏林的城区图。
3.Haben Sie einen Veranstaltungskalender für diese Woche?您有本周的节目表吗?4.Welche Sehenswürdigkeiten gibt es hier?这里有哪些景点?5.Wann ist das Museum ge ffnet?博物馆什么时候开?6.Wann beginnt die Führung?什么时候有讲解?7.Gibt es auch eine Führung in Chinesisch?有中文讲解吗?8.Sie sollten unbedingt die Berliner Mauer besichtigen. 您一定要参观一下柏林墙。
9.Darf ich hier fotografieren?我可以在这里照相吗?10.Eine Entrittskarte bitte.请买张入场卷。
11.Ich h tte gern den Katalog zur Ausstellung.我要一份展览介绍。
12.Was ist das für ein Geb ude?这是栋什么建筑?13. Wo kann man hier Andenken kaufen?在哪里可以买到纪念品?14.Ich m chte einen Reiseführer.我想要本旅行指南。
15.Bitte geben Sie mir drei Ansichtskarten von Berlin. 请给我三张柏林的明信片。
附录:城市景点Kirche 教堂Dom 大教堂Rathaus 市政厅Burg 城堡Museum 博物馆Galerie 画馆Kunsthalle 艺术馆Altstadt 老城Garten 花园Park 公园Platz 广场Denkmal 纪念碑Theater 剧院Stadttor 城市大门Brunnen 喷水池Brücke 桥Bauwerk 建筑PS:此文章由成都德语培训班-法亚小语种陈老师收集整理。
成都德语培训学校:德文短篇:Lebenswille
成都德语培训学校:德文短篇:LebenswilleAls Karl zum Fenster hinaus schaute, konnte er nicht ahnen, in welcher Weise sich ihre Wege kreuzen würden. Sein Blick ruhte auf dem Alten Turm aus dem frühen 14. Jahrhundert. In der späten Nachmittagssonne strahlte das denkmalgeschützte Bauwerk eine besondere Ruhe aus.Zur gleichen Zeit saß Sheryll im ICE von Köln nach Frankfurt. Seit der Fertigstellung der neuen Schnelltrasse beträgt die Fahrtzeit nur noch 77 Minuten. Aber sie achtete nicht auf die Geschwindigkeit. Ihre Gedanken kreisten um die Fertigstellung des Projekts. Auch sie konnte nicht ahnen, in welcher Weise sich ihre Wege kreuzen würden.Das Projekt.So hatte sie die dritte Ausstellung genannt, in der sie ihre Ölgemälde präsentieren würde. Diesmal wollte sie alles offen legen, ihr ganzes Selbst.Das Projekt bedeutete einen gewaltigen Kraftakt, eine immense Überwindung. Und nun, inmitten all dieser Vorbereitungen, hatte eines Tages das Telefon geklingelt und sie hatte gedankenverloren den Hörer abgenommen."77 Minu ten Kind, länger dauert die Fahrt jetzt nicht mehr." Sheryll presste die Lippen aufeinander, als sie an den Anruf ihrer Mutter dachte."Mhm", hatte sie nur gemacht.Dann, als sie sich über ihre Staffelei beugte und den Kopf schräg legte, hatte das Licht so wunderschön auf ihr ''Selbstbildnis in Maria Magdalena'' geschienen, dass sie zum ersten Mal ein wenig Vertrauen in das Projekt gewann. Und einfach so, ohne auf der Hut zu sein, schlicht und einfach aus dem Glücksgefühl heraus hatte sie unbedacht gesagt:"Das ist ja eigentlich ganz erträglich Mutti, da kann ich dich ja mal besuchen kommen."Noch bevor sie wusste, wie ihr geschah, sass sie schon im Zug, voll mit Schuldgefühlen, dass sie ihre arme Mutter nicht öfter besuchte und ärgerlich über sich selbst, dass sie ihr arglos wie ein Wurm in die Schnellstraßen-Falle gegangen war. Weniger denn je war sie nach dem Gespräch davon überzeugt, dass sie dem Projekt gewachsen war. Sie glaubte nicht daran, glaubte nicht an sich. Denn wenn sie es täte, wäre sie jetzt i n ihren Atelier und würde in Farben baden, anstatt im Zug zu sitzen, mit zwei Herren in einem Abteil, die sich hinter grauen Zeitungen verbargen. Sie hätte gegen das 77 Minuten Argument das einzigevorbringen können, was es entwaffnet hätte.Das Argument ihrer Zukunft.Sie entschloss sich nach ihrer Rückkehr das Telefon abzuschaffen.77 Minuten kamen Sheryll nach nur 20 vergangenen wie eine Ewigkeit vor. Sie schloss die Augen um unterdrückte den Impuls mit dem Hinterkopf immer und immer wieder gegen die Kopfstütze zu schlagen. Das hatte sie zwischen der 13 und 15 Minute gemacht und einen Fahrgast aus ihrem Abteil damit vertrieben. Sie stellte fest, dass eine raschelnde Zeitung immer noch absolut ausreichte, um sich ausgestoßen zu fühlen.Und wieder dachte sie an das Projekt.Sie hatte das Gespür, dass ihre Gemälde einzigartig waren. Die beiden Ausstellungen, an denen sie bisher teilgenommen hatte, hatten es ihr bestätigt. Sie waren ein voller Erfolg gewesen. Ihr selbst war es gelungen sich aus dem Rampenlicht zurückzuziehen. Wegen der anderen Künstler war das nicht aufgefallen.Ein lautes Räuspern riss sie aus ihren Überlegungen. Ohne es zu merken hatte sie doch wieder angefangen, die Kopfstütze zu bearbeiten. Verlegen fühlte sie nach oben und strich sich dieHaare am Hinterkopf glatt. Ihr Gesicht begann zu glühen.Sie musste aussehen wie der brennende Dornbusch.Die erhobene Augenbraue ihres Mitfahrers senkte sich wieder in die Zeitung und sie erlaubte es sich eine Grimasse zu schneiden. Ihre Anspannung f iel dadurch tatsächlich ein wenig von ihr ab und sie fühlte sich nicht mehr völlig untergeben. Dann fiel ihr Blick auf etwas, dass fast unter den Sitz vor ihr gerutscht war. Die Ecke eines Heftes.Sie räusperte sich nun ihrerseits und fragte leise: "Verzeihen sie, da liegt ein Heft auf dem Boden, vermutlich ein Comic und ich wollte sie fragen, ob es ihnen vielleicht runter gefallen ist?""Ich lese Zeitung", sagte der Mann und sah sie an."Oh", machte sie und wartete.Der Mann schüttelte schließlich den Kopf und faltete seine Zeitung zusammen. Wenig später fiel die Tür des Abteils krachend ins Schloss und sie war allein. Das Heft lag unber ührt auf dem Boden. Sie blickte dem Mann hinterher und horchte in sich hinein.Sie war nicht sonderlich verletzt.Es war für sie zur Gewohnheit geworden, dass Menschen seltsam auf sie reagierten. Das hatte nichts mit Äußerlichkeiten zu tun.Es schien eine Art unheilvolle Aura zu sein, die ihre Mitmenschen in zwei Lager zu spalten pflegte: Man liebte sie oder mied sie. 'Der Ge ntlemen mit der Zeitung gehört zu Kategorie Nummer zwei', dachte sie mit ein wenig gespielter Unbekümmertheit und ließ sich auf die Knie sinken, um das Heft unter dem Sitz hervor zu holen.LebenswilleMehr stand nicht darauf.Es war ein Heftchen in der Art der Arztromane, die ihre Tanten früher ständig mit sich herum schleppten. Bunter Einband, graue, dünne Seiten innen. Sie richtete sich auf und ließ sich auf ihren Sitz zurück sinken. Ein seltsamer Titel und auf der R ückseite keine Inhaltsbeschreibung.Ich bin Alice im Wunderland, dachte sie belustigt und schlug es auf.Er war müde. Den ganzen Tag hatte er in der Sonne gesessen, die durch sein Fenster fiel und darauf gewartet, dass dieser eine Moment kam, in dem alles perfekt sein würde. Da der Moment nicht kam, beschloss er sich nie mehr von seinem Fenster zu trennen und verband es im Geiste mit dem, was er zu erwarten glaubte. Von da an hörte er nicht mehr auf, in einer Traumwelt zu leben.Karl blinzelte zufrieden vor sich hin. Er schenkte sich noch eine Tasse Tee ein und blieb dann mit dem Blick auf einem kleinen Punkt auf der Fensterscheibe hängen. Pedantisch, sonst ganz und gar nicht seine Art, beugte er sich vor und kratzte ihn mit dem Fingernagel weg. Dann lehnte er sich wieder zurück und nahm einen Schluck von dem dampfenden Getränk. Ein Mädchen beugte sich lachend vor und klopfte ans Fenster."Darf ich?""Natürlich, natürlich."Sie kam zu ihm herum und reichte ihm fünf Euro."Hier, der nächste Tee geht auf mich!"Sie verschwand. Er steckte das Geld ein und blickte wieder zu dem Turm. Er hob die Hände und maß ihn vorsichtig ab. Vor seinem inneren Auge fügte er einige Details hinzu, andere wieder nahm er fort. Ein Seufzen entfuhr ihm. Dann lächelte Karl über seine eigene Ungeduld und nach einem Blick auf den Horizont blinzelte er wieder in die Sonne. Er wartete auf ein perfektes Abendrot.Und dann kam der Tag, an dem sie nicht anders konnte, als mit der Geschichte ihres Lebens vor seinem Fenster zu stehen und sie vorzusingen, so laut sie es vermochte. Und er warbeeindruckt. Er konnte noch so jede feine Nuance ihrer Qual hören und spürte den Kampf, den sie täglich mit dem Leben focht in jeder Faser seines Körpers. Aber gleichzeitig spürte er ihren unbändigen Lebenswillen und ihre Versuche etwas von dieser Kraft in die Welt hinaus zu schleudern. Es war das schönste Lied, dass er jemals gehört hatte. Es war schöner, als jeder Traum, den er je zu träumen gewagt hatte. Es war vollkommen und hauchte ihnen beiden neues Leben ein.Sheryll schlug da s Heft zu und ließ sich zurück fallen. Sie sp ürte einen Kloß im Hals, so sehr hatte die kleine Geschichte, die mit vielen Zeichnungen umrahmt war, gerührt. Die Frau, die so sehr stotterte, dass sie kaum sprechen konnte berührte sie besonders. Sie hielt trotzdem so sehr am Leben fest, dass sie eines Tages beschloss zu singen stand zu sprechen. Sheryll las die letzten Zeilen noch einmal. Dann lächelte sie. Und sie f ühlte einen kleinen Stich im Herzen darüber, dass es so etwas nur im Märchen gab. Sie hatte ver gessen, dass sie sich selber wie eine Märchengestalt gefühlt hatte, als sie das Heft unter dem Sitz hervorgezogen hatte.Ein Ruck riss sie aus ihren Überlegungen. Der Zug hielt. Wenig später hastete sie über den Platz und blickte auf denZettel, auf dem sie die Anschrift des Restaurants notiert hatte, wo ihre Mutter und ihre Tanten auf sie warten würden. Ein Windhauch kam und trug ihn davon.Karl richtete sich auf. Er hatte sie sofort gesehen, als sie den Platz betreten hatte. Eine schlanke Gestalt in einem leichten roten Sommerkleid. Auf einmal blieb sie stehen und sprang dann leichtfüßig einige wenige Schritte über den Platz, fast auf ihn zu.Sheryll hatte den Zettel schließlich mit ihrem Absatz festnageln können und hob ihn nun auf. Als sie hochblickte, bemerkte sie den jungen Mann, der mit einer Staffelei mitten auf dem Platz sass. Vor ihm hatte er ein großes, altmodisches Fenster auf einem Gestell befestigt, durch welches er sie nun anzustarren schien. Ein Mann, der das Leben durch ein Fenster erblickt. Sie blickte sich zu dem Alten Turm um und spürte, wie eine Ruhe von ihr Besitz ergriff. Kein Märchen.Ebensowenig wie das Projekt.Sie würde ihrer Mutter und der ganzen Welt von ihrem Projekt erzählen und die Menschen würden ihre Bilder lieben. Und auch die Hand, die sie gemalt hatte.Karl erstarrte, als sie sich wieder zum gehen wandte und ihr langes, rotes Haar zurückwarf. Der Wind erfasste und wirbeltees gegen den Abendhimmel. Die Sonne tauchte hinein und brach sich in tausend funkelnden Strahlen da rin, in gleißendem Rot. Das war das Bild, auf das er seit Wochen Abend für Abend hier gewartet hatte. Eine Offenbarung, ein brennender Dornbusch. Seine Hand hatte schon zu malen begonnen.Als Friedrich einige Tage später aus seinem neuen Fenster sah, konnte er nicht ahnen, in welcher Weise sich ihre Wege kreuzen würden. Der kleine Park, in dem er schon seit Jahren übernachtete, kam ihm durch das Fenster viel sicherer und ruhiger vor. So sicher hatte er sich noch nie gefühlt, seit er auf der Straße wohnt e. Er konnte nicht verstehen, dass der junge Mann es so achtlos hatte stehen lassen. Vielleicht brachte es ihm ja ein wenig mehr Glück, als er bisher gehabt hatte.Sirena war sehr reich und noch viel gelangweilter. Im Grunde dachte sie manchmal, dass das Leben eigentlich jetzt schon zu ende war. Sie achtete kaum noch auf das, was um sie herum geschah. Sie dachte nur an ihr Leben, dass sie als entsetzlich arm empfand. Auch sie ahnte konnte nicht ahnen, in welcher Weise sich ihre Wege kreuzen würden.Als sie sich in den Sitz fallen ließ, fiel ihr Blick auf ein Heft.LebenswilleUnd auf einmal, ein ganz idiotischer Gedanke, fühlte sie sich wie diese Göre im Wunderland.PS:此文章由成都德语培训学校_法亚小语种张老师收集整理。
成都德语培训班:职场德语5
成都德语培训班:职场德语527.对于这个Termin您可以告诉我们确切的钟点吗?“ Fr den XX Termin bitten wir Sie uns freundlicherweise noch die Uhrzeit mitzuteilen.“freundlicherweise (adv) 友好地Uhrzeit (f) (用钟表时刻表示的)时间mitteilen vt) ①告知,通知②[旧,雅]分给Ⅱ (refl) ①把心里话全部说出来,倾诉衷情②传播到,传给…Eine Anfahr tsskizze fge ich bereits bei.“Anfahrtsskizze交通(绘画)草图,略图;草稿,提纲,梗概,概略28.我希望您能把巡查推迟到10点,因为我之前在外面有个约会还不知道什么时候能赶回来。
非常感谢。
…Ich mchte Sie bitten, den Rundgang auf 10:00 Uhr zu verschieben, da ich vorher einen Termin auer Haus habe und meine Rckkehr nicht genau planen kann. Herzlichen Dank.请您在前台登记,我直接去那里接你。
如有疑问请打XXXXX(电话号码)找我。
我很欢迎您。
Bitte melden Sie sich am Empfang. Ich hole Sie dann dort direkt ab. Bei Rckfragen bin ich erreichbar unter XXXXX(电话号码). Ich freue mich auf Ihren Besuch.“Rundgang (m) ①溜一圈,逛一圈;周游;巡视,巡查,巡回②[建]回廊Empfang (m) ..-e Ⅰ(zhlb) 招待会,欢迎会Ⅱ①收到,接到②迎接,接待,接见③投宿者登记处④[无]接收,收听,收看Besuch (m) -e ①访问,作客,探望②参观,游览③出席,参加④出诊;就诊⑤来客,客人⑥顾客;参加者(人数)29.对的,正是如此“ Ja, genau so ist es!“30.我们明天可以坐在一起讨论一下.“ Wir knnen uns morgen wegen XX zusammensetzen. …zusammensetzen (refl) ①聚在一起,一起坐下②组成,构成31.你下个月能独立/一个人做这个吗?“ Kannst du das im nchsten Monat alleine?“alleine →allein ugs. fr allein.32.我完全把它给忘了“ Ja, klar, habe ich total vergessen!!!...“total (adj) [法]完全的,全部的;彻底的,全面的33.公司为你在工作期间每天付的车票,叫Job-Ticket, 用它,你可以免费从你住的地方到公司来回乘车,不管星期几,也不管多少点钟,节假日也能用。
成都德语培训中心:你学德语吗
成都德语培训中心:你学德语吗Dialog 对话A: Guten Tag!您好!B: Guten Tag!您好!A: Sprechen Sie Deutsch?您说德语吗?B: Nein, ich lerne Deutsch.不,我正在学德语。
A: Spricht er Deutsch?他说德语吗?B: Nein, er spricht Englisch.不,他说英语。
A: Spricht sie Deutsch?她说德语吗?B: Ja, sie spricht Deutsch.对,她说德语。
替换练习(1)Sie lernen Deutsch.您学习德语。
1. Ich lerne Deutsch.我学习德语。
2. Du lernst Englisch.你学习英语。
3. Er (sie) lernt Französisch.他(她)学习法语。
4. Wir lernen Spanisch.我们学习西班牙语。
5. Ihr lernt Chinesisch.你们学习汉语。
6. Sie lernen Japanisch.他们学习日语。
交际范例(1)A: Lernen Sie Deutsch?您学习德语吗?B: Ja, ich lerne Deutsch.对,我学德语。
A: Lernst du Englisch?你学习英语吗?B: Nein, ich lerne Deutsch.不,我学习德语。
A: Lernt sie Chinesisch?她学习汉语吗?B: Ja.对。
A: Wir lernen Deutsch. Und Sie?我们学德语。
您呢? B: Wir lernen auch Deutsch.我们也学德语。
替换练习(2)Wir sprechen Deutsch.我们说德语。
1. Ich spreche Deutsch.我说德语。
2. Sprichst du Englisch?你说英语吗?3. Er spricht Chinesisch.他说汉语。
成都德语培训学校:Nachtfahrt nach Timbuktu
成都德语培训学校:Nachtfahrt nach TimbuktuMopti - der wohl staubigste Busbahnhof Malis. Zwei Tage warten wir nun schon. Beobachten, wie andere ankommen und abfahren. Wir bleiben. Warten heißt plaudern mit Souvenirverkäufern, Schuhputzern und Obsthändlern. Imme rhin konnte ein geländegängiger Pickup aufgetrieben werden, auf dessen Dach das Gepäck seit zwei Stunden verladen ist. Doch wir warten. Es ist Markt in Mopti, und zwei Mitreisende, sagt Abdullah, hätten noch etwas zu besorgen. Abdullah muss es wissen, denn er organisiert die wöchentlichen Fahrten nach Timbuktu. Zwei Tage schaut er uns nun schon aus seinem Turban heraus mitleidig an.Es ist Mittag, als wir uns endlich von Abdullah verabschieden und losfahren. Hinten auf der Ladefläche des Pickup sitzen einige alte Männer, eine Frau mit zwei kleinen Mädchen, eine dicke Araberin und die beiden, die versucht haben, uns das hartnäckige Warten beizubringen, Ali, ein junger Tuareg, und Salif - insgesamt zehn Leute. Und wir, die einzigen Europäer, wir haben die Plätze neben dem Fahrer. Das war Abdullah wichtig, wahrscheinlich, weil wir so genötigt waren, doppelt so viel zu zahlen wie die anderen. Jetzt winkt er uns nach zum Abschied.Endlich lassen wir Mopti hinter uns. Die Straße in Richtung Gao ist in sehr gutem Zustand. Frische Teerdecke, ohne Schlaglöcher. Dennoch, schneller als 50 km/h geht es nicht. Der lange Riss in der Windschutzscheibe, der sich wie eine Spinne auf der Fahrerseite ausstreckt, ist Schuld daran, dass wir über die einzige tadellose Strecke des Landes schleichen müssen. Bei jedem entgegenkommenden Fahrzeug scheint sich die Spinne in Bewegung zu setzen und die Scheibe endgültig zu zersprengen. "Ein Flughuhn ist vor einigen Wochen dagegen geflogen", erzählt Mahmadou, der Fahrer. Seitdem der Riss, seitdem muss er 50 km/h fahren.Das mit der Scheibe kostet Zeit, genauso wie die Polizeikontrollen. Ölfässer stehen als Sperre auf der Straße, grimmige Polizisten wollen die Papiere sehen und Wegegeld und das alle 100 km. Zweimal werden wir angehalten, bis wir in Konna sind - die erste wirkliche Pause.Alle verschwinden zum Essen, wir bleiben beim Wagen. Durch die sengende Hitze geht der Appetit bei uns gegen null.Nach einer halben Stunde geht es weiter, und bei Boree verlässt der Pickup endlich die St raße. Fast 300 Kilometer Piste liegen noch vor uns, zehn Stunden Fahrt. Zum ersten Mal wird uns klar, dass der Weg nach Timbuktu weit ist, sehr weit.Kleine Dörfer der Peul und Songhai, die in der Trockenheit des Sahel dennoch ihre Rinder weiden lassen können, ziehen an uns vorüber. In der Fahrerkabine ist es eng und heiß. Wir sind froh, dass wir nicht hinten sitzen, denn da ist auch noch staubig.Die Piste verliert sich irgendwann. "Eine Abkürzung", sagt Mahmadou. Vor wenigen Monaten noch war das Gebiet das fruchtbarste Malis, als der Niger während der Regenzeit über die Ufer trat und eine Seenlandschaft entstehen ließ. Kein Auto kann in dieser Zeit diese Strecke passieren.Jetzt ist davon nur wenig zu sehen, die Trockenheit regiert wieder, wie jedes Jahr. Je weiter wir nach Norden kommen, desto mehr wird die Savanne zur Wüste. Der Bewuchs wird weniger, der Sand mehr.Mahmadou hat in dieser Gegend das Fahren gelernt und zusammen mit seinem Bruder, der hier als Hirte lebt, die Route ausgekundschaftet. Er ist der einzige Timbuktu-Fahrer der sie fährt. Zweimal die Woche macht er das, wenn es gut läuft. Touristen fahren selten mit ihm. "Die fliegen lieber", sagt er.Gegen sechs Uhr abends hält der Wagen zur letzten Rast vor der Dunkelheit. Wir steigen aus, alle anderen sind schon zum Pinkeln in den kärglich verteilten Büschen verschwunden. Die Muslime traditionell im Sitzen, die Songhai auch, alle anderen im Stehen, wie wir. Der Mond liegt am Himmel wie ein Nachttopf, streng behütet vom Wächter und seinem H und. Hier, irgendwo in der Wüste zwischen Mopti und Timbuktu, orientiert man sich am islamischen Sternenhimmel. Es ist kühl, zum ersten Mal heute. Mahmadou und sein Gehilfe Boubaca montieren Scheinwerfer an die Stoßstange des Wagens. "Es ist unbequem und staubig dahinten", sagt Salif, und meint, wir sollten mal Plätze tauschen. Er lacht, als wir ihm erklären, dass wir ganz zufrieden sind da vorne. Er fragt uns, was wir für die Plätze bezahlt haben, und lacht wieder, als er es erfährt und steigt kopfschüttelnd auf die Ladefläche. Als wir weiterfahren, ist es bereits stockdunkel.Ab und zu kreuzen Wüstenspringmäuse unseren Weg, angelockt vom Scheinwerferlicht, auch ein Springbock und eine Eule und immer wiederFlughühner. Mahmadou drückt gegen die Scheibe. Noch eins darf da nicht gegen fliegen.Mehr Sorgen als die Hühner macht allerdings die Lichtmaschine. Um sie zu schonen, legen wir Kilometer um Kilometer in der Finsternis zurück. Manchmal lässt Mahmadou das schwache Licht aufflackern, um sich zu orientieren.Die neu angebauten Scheinwerfer geben aber langsam ihren Geist auf, irgendwann stehen wir im Dunkeln. Wieder steigen alle aus, jeder darf mal Hand anlegen oder gute Ratschläge geben. Als klar ist, dass der Schaden hier nicht zu beheben ist, fahren wir ohne Licht weiter - nicht viel langsamer als vorher. Keine Wüstenspringmäuse mehr, nur Dornenbüsche im Mondlicht.Es wird immer sandiger, und Mahmadou muss aufpassen, dass er den Wagen nicht festfährt. Immer öfter schaltet er, reißt das Lenkrad herum, ku ppelt, bis der Untergrund wieder kurzzeitig fester wird. Mahmadou hat alle Hände voll zu tun, wir rauchen derweil seine Zigaretten. Regelmäßig muss Boubaca vom Dach springen und mit der Taschenlampe den richtigen Weg suchen. Manchmal entdeckt man Lagerfeuer im Dunkel der Wüste, von Timbuktu ist nichts zu sehen.Die nächste Pause beschert uns der Motor. Ein ohrenbetäubender Lärm unterbricht das Tosen der Fahrt, der Wagen hält, der Motor schweigt. Ende, aus, vorbei, denken wir, Timbuktu gibt es nicht, jedenfalls nicht für uns.Zum Glück ist bei Fahrten wie dieser immer ein findiger Fahrgast an Bord, der aus irgendetwas irgendwas basteln kann, so dass die Reise schließlich doch weitergeht. Ali hat die zündende Idee: Ein Stück Draht, das er im Polster des Fahrersitzes findet, biegt er passend zurecht, setzt es im Motor ein und weiter geht's - bei der Lichtmaschine ist allerdings nach wie vor - auch mit Draht - nichts zu machen."Hinter den Bergen liegt der Niger", Mahmadou deutet auf eine Hügelkette im Mondli cht. Es ist weit nach Mitternacht, als wir den Fluß endlich erreichen. Von hier aus werden wir eine Fähre nehmen, das hatte uns Abdullah in Mopti schon gesagt. Eine Anlegestelle für Fähren ist nicht zu sehen, am Ufer stehen lediglich Hütten von Fischern, die hier Bozo heißen.In einer von ihnen soll die Nacht verbracht werden, morgen geht's es weiter- nach Timbuktu? Fragen wir uns. Drinnen in den Hütten sind Bastmatten für alle ausgerollt. Die dicke Araberin schnarcht, kaum dass sie sich hingelegt hat, di e Mädchen drehen sich unruhig von einer Seite auf die andere, Kälte und Insekten kriechen an uns hoch, an Schlaf ist kaum zu denken. Wir stehen auf und gehen zum Ufer. Es ist dunkel und still. Ruhig fließt der Niger dahin. Stromaufwärts entzünden Fischer die ersten Lagerfeuer, an ihren Booten beten sie zu Allah.Auch unser Lager erwacht zum Leben. Der Wagen wird entladen und das Gepäck zu einem Boot, schmal wie ein Einbaum, gebracht - unsere Fähre nach Timbuktu. Der Fährmann, ein Bozo, stakt die Pirogge la ngsam über den breiten, braunen Strom. Am gegenüberliegenden Ufer sind die ersten Hütten zu erkennen, Menschen bei der Arbeit, und nach einer Stunde Fahrt schließlich Kabara, ein kleiner aber trubeliger Hafen. Dort gibt es nur eine einzige Straße, und die führt nach Timbuktu. Wieder laden wir das Gepäck auf das Dach eines Autos, ein Taxi Marke Landrover, Vorkriegsmodel, der Benzintank neben dem Fahrer auf dem Boden, in diesem Fall zwischen meinen Füßen.Es ist noch früh am Morgen, und wir nähern uns mit viel Getöse der sagenumwobenen Stadt. Links und rechts der Straße zunächst nur Sand, schließlich die ersten Lehmhäuser. An dem Stadtmonument endet die Teerstraße, wir fahren weiter über eine Sandpiste mitten durch die alte Stadt bis zum Marktplatz Azalai. Jeden zweiten oder dritten Tag kommen hier die Karawanen an - und ab und zu auch mal ein Taxi aus Kabara.Wir verabschieden uns von Mahmadou, die meisten anderen sind bereits in irgendwelchen Häusern verschwunden, die dicke Araberin ebenso wie die kleinen Mädchen mit ihrer Mutter, Ali und Salif auch. Es ist heiß, die Sonne steht schon hoch über der Stadt am dunstigen Himmel. Polizisten langweilen sich auf der Veranda ihrer Wache, eine Gruppe Tuareg wartet im Schatten der großen Moschee. "In den Straßen scheinen Schlaf, Trägheit und Traurigkeit der Einöden ringsum zu schweben", schrieb schon Rene Caillie, der französische Timbuktu-Entdecker 1828 in sein Tagebuch. Und wir nehmen unser Gepäck vom Dach des Landrovers und gehen, die Schuhe voller Sand.PS:此文章由成都德语培训学校_法亚小语种张老师收集整理。
成都德语培训学校:Nur dein Butterbrot
成都德语培训学校:Nur dein ButterbrotMeine Mutter muss schon recht lange dort am kaputten Jägerzäunchen gestanden haben, das unseren alten Schulhof von der Wilhelminenstraße trennte. Wir hatten Pause, und die Evangelischen spielten in ihrem abgesteckten Bereich im hinteren Teil des Hofes, wo die Kastanien standen, während wir Katholischen uns vorn aufhielten. Das alles war gestern.Heute sah ich ein weggeworfenes Butterbrot unter der hoch gewachsenen Hecke liegen, die an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule unbekümmert und unbeschnitten wuchert. Musste heulen, konnte immer noch nicht anders, die Tränen schossen mir fast liebevoll und doch nicht gewollt in die Augenwinkel, und verstohlen wischte ich sie mit dem Zeigefinger weg. Sollte keiner sehen, sollte keiner fragen. Ich sentimentales altes Weib, wer hätte mich denn verstanden?Meine Mutter stand dort am Jägerzäunchen in ihrem hässlichen zerschlissenen braunen Mantel, die Pause war fast vorbei, und ich war so herrlich unbekümmert. Es war Krieg, mein Vater starb vermutlich irgendwo, und wir hatten wenig Gutes zu essen. Aber ich war ein Mädchen mit langen dicken Zöpfen und großen braunen Augen, und ich lachte trotz allem so gern wie es mir vermutlich niemand selig zugestanden hätte. Es gab nichts zu lachen. Meine Mutter war zu dünn und viel zu grau für ihr Alter, ihre Manteltaschen hatten Löcher, und sie trug trotz der lausigen Kälte keinen Schal und keine Handschuhe. Den lustig gepunkteten Schal hatte sie Dieter, meinem kleinen Bruder, gegeben, er mochte ihn nich t, zu mädchenhaft. Die grauen Fäustlinge, die meine Hände nicht ausfüllten, hatte ich. Als ich meine Mutter dort am Jägerzäunchen entdeckte, zögerte ich nur kurz, wirklich nur kurz, dann lief ich hin. Ich war wohl aufgeregt, vermutlich, weil Heimatkunde bald beginnen würde. Ich hatte unseren Bahnhof gemalt, mein Vater hat da irgendwann mal als Stationsvorsteher gearbeitet, das war bevor das alles begann, und ich war stolz und nervös. Und ich war unfreundlich zu meiner Mutter: "Was willst du denn, Mama?" Ich muss altklug und gereizt geklungen haben, Gott, warum habe sie nicht ganz fest gedrückt?! Meine Mutter stand dort in ihrem hässlichen Mantel mit ihrer hausbackenen Hochsteckfrisur, die nach wenig Zeit, wenig Spiegel aussah, und sie sagte: "Kind, ich wollte dir doch nur dein Butterbrot bringen. Hast du mich denn nicht gesehen?" Und dann: "Ich steh' doch schon so lange hier." Nein. Hatte ich nicht. Hatte ich vielleicht auch gar nicht gewollt. Sie sah so arm, so traurig, so derart nach nicht beachtenswert aus,vielleicht hatte ich sie ganz bewusst übersehen. Mein Herz schreit nach ihr, heute, wenn ich an sie denke, aber damals war ich ein hübsches kleines Mädchen mit dem Ansatz frisch erblühender Brüste, und ich wollte dieses Elend nicht mehr. Nicht immer. Nic ht fortwährend. Ich war verbockt in meinem Glauben an das Schöne, das Bessere, endlich, bitte, auch für uns, für mich, und meine Mutter ... nun, sie war halt meine Mutter. In einem schäbigen Mantel, mit einem verlorenen Gesicht. Eine Mutter, die zu Dieter und mir sagte: "Esst, Kinder, ich hab schon." Hatte sie aber nicht. Hatte sie nicht ... verzeih mir, wer verzeihen darf. Sie sagte: "Hier, nimm dein Butterbrot. Kind, hast du mich denn wirklich nicht gesehen?" Und ich nahm dieses Brot, unwillig vermutlich, so als sei sie mir lästig gewesen, diese Mutter, die dort am Jägerzäunchen stand, ohne Schal, ohne Handschuhe, und mich fragte: "Oder schämst du dich für meinen Mantel?" Ich sagte "Neinnein", und weiter "Ich muss jetzt in den Unterricht", und ich rannte los, weg in meine Reihe, umklammerte die Hand von Margot Wiemann, die immer in der Reihe neben mir stand und mich jetzt ratlos ansah, weil sie auf mich gewartet hatte: "Was war denn?" Ich zuckte mit den Schultern. Egal. Ich sagte: "Nichts. Nur meine Mutter mit meinem Butterbrot."Meine Mutter starb kurz nach Kriegsende. Meine Liebe zu ihr, die ich erst spät entdeckt habe, hat sich in mich hineingebohrt und steckt dort, wo sie mich nicht loslassen kann. Dieses Butterbrot, das sie mir gebracht hat, habe ich gegessen. Nicht weggeworfen. Mag man mich für rührselig halten: Dieses eine, das ich heute unter der Hecke gefunden habe, nahm ich auf und verfütterte es an die Enten im Stadtpark. Vielleicht hätte meine Mutter darüber gelächelt? Ich lächle zurück, Mama.PS:此文章由成都德语培训学校_法亚小语种张老师收集整理。
